7.3.2011 100 Jahre internationaler Frauentag: Gleichberechtigung auch in der Arbeitswelt durchsetzen - Frauen besser fördern

Mit einem Appell zur Stärkung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch in Frankfurt (Oder) wenden sich die Frankfurter Bündnis 90/Die Grünen zum internationalen Frauentag am 8. März an den Oberbürgermeister.
Der 100. Jahrestag des Internationalen Frauentags zeigt, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eine dauerhafte Aufgabe ist. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels muss die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch in der Arbeitswelt und in der Wirtschaftsförderung Priorität besitzen. Deshalb sollte das InvestorCenter Ostbrandenburg, die städtische Wirtschaftsförderungsinstitution, einen neuen Schwerpunkt auf die Unterstützung von Frauen legen, die Unternehmen gründen wollen. Hier besteht besonderer Handlungsbedarf, da zahlreiche Studien zeigen, dass Frauen anders gründen als Männer. Um dieses Potenzial besser zu nutzen, sollte sich das ICOB in diesem Bereich weiter entwickeln.

Auch in der Stadtverwaltung und in den städtischen Gesellschaften besteht weiterhin Handlungsbedarf, solange der Frauenanteil an Führungspositionen deutlich unter dem Anteil der Frauen an allen Beschäftigten liegt. Insbesondere in den Gesellschaften mit städtischer Beteiligung sinkt der Frauenanteil je höher die Ebene ist.  So gibt es lediglich eine Geschäftsführerin bei den 12 städtischen Beteiligungen (ohne Eigenbetriebe) und im Rathaus ist in der Verwaltungsspitze keine Frau vertreten. Auch der Stellenabbau in der Stadtverwaltung ging zum großen Teil auf Kosten der Frauen. Betrug ihr Anteil an allen Beschäftigten in der Verwaltung 1990 76%, so sank dieser Wert 2010 auf 58%. Der Frauenanteil an Leitungspositionen (Abteilungs- und AmtsleiterInnen) betrug 2010 46,5%, lag also signifikant unter dem Gesamtbeschäftigtenanteil. Diese Zahlen stammen aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage des Stadtverordneten Jörg Gleisenstein.


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