Frankfurt erneut Opfer der verfehlten Energiepolitik der Bundesregierung! Conergy-Insolvenz bedroht 300 Arbeitsplätze in Frankfurt (Oder)

Die von der Bundesregierung mitverursachte Krise der deutschen Solarindustrie trifft Frankfurt (Oder) erneut. Vom Insolvenzantrag der Hamburger Conergy AG ist auch die Solarmodulproduktion in Frankfurt mit 300 Beschäftigten betroffen. Bereits im letzten Jahr mussten mit First Solar und Odersun zwei Solarunternehmen in der Stadt schließen.

Dazu Oliver Kossack, Sprecher der Kreisverbands von Bündnis90/Die Grünen Frankfurt (Oder): „Durch die Insolvenz von Conergy sind nicht nur weitere 300 Arbeitsplätze in Frankfurt (Oder) hochgradig gefährdet. Wir erleben auch erneut, wie die verfehlte Energiepolitik der Regierung Merkel die Energiewende abwürgt und die Entwicklung erneuerbarer Energien ausbremst. Eine zukunftsfähige Energiepolitik sieht anders aus! Die nach der Schließung der First Solar-Fabriken angekündigte Unterstützung durch das Land ist bisher erfolglos geblieben. Bund und Land dürfen sich dieses Mal nicht wieder vor ihrer Verantwortung drücken. Es bleibt nun für die Angestellten zu hoffen, dass im Insolvenzverfahren ein Investor gefunden werden kann, der den Standort und die Arbeitsplätze in Frankfurt (Oder) erhält."

Jörg Gleisenstein, bündnisgrüner Stadtverordneter und Bundestagsdirektkandidat für seine Partei im Wahlkreis 63: „Es ist Zeit für ein Umsteuern in der Energiepolitik auf Bundesebene mit klaren Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven für die Erneuerbaren Energien. Diese Bundesregierung ist dafür mitverantwortlich, dass eine Zukunftsbranche fast wieder gänzlich aus Ostdeutschland verschwunden ist. Aber auch die Stadt Frankfurt (Oder) muss jetzt ihre Ansiedlungspolitik der letzten Jahre kritisch hinterfragen. Die Zeit der durch hohe Fördermittel angelockten Unternehmensansiedlungen geht zu Ende, ohne dass die Stadt und ihre Verwaltungsspitze wirklich darauf eingestellt sind. Stattdessen gilt es vermehrt den Blick auf vielleicht weniger spektakuläre, dafür aber nachhaltigere Ansätze zu lenken. Kreativwirtschaft, deutsch-polnische Kooperationen oder Neugründungen aus dem Hochschulumfeld sollten stärker in den Mittelpunkt der Wirtschaftsförderung rücken."

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