Politik für Kinder und Jugendliche – Investition für die Zukunft (Kopie 1)

Die Bildungslandschaft unserer Stadt war in den vergangenen Jahren einem starken Wandel unterworfen. Viele Schulen sind geschlossen und/oder zusammengelegt worden und mussten sich neu finden. Auch in den kommenden Jahren werden noch einige strukturelle Entscheidungen zu treffen sein. Die Schulnetzplanung muss gewährleisten, dass für alle Schüler im Grundschulbereich kurze Wege möglich sind.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN befürworten die Entwicklung Frankfurts zu einem Schulstandort mit herausragender Bedeutung auch für die umliegenden Landkreise. Das betrifft nicht nur die weiterführenden Schulen, sondern auch den Primarbereich. Daher setzen wir uns für eine verlässliche und dauerhafte finanzielle Unterstützung der beiden Schulen in freier Trägerschaft ein.

Gleichzeitig wollen wir die Verantwortung der Eltern bei der Schulwahl stärken. Dazu muss den Eltern schon im Grundschulbereich die Möglichkeit der freien Schulwahl gegeben werden. Dies erfordert die Aufhebung der Schulbezirke.

Einige Schulen und Kindergärten unserer Stadt haben inzwischen hervorragende bauliche Voraussetzungen, um den Familien unserer Stadt und der Umgebung eine gute Bildung und Betreuung anzubieten. Die Sanierungsanstrengungen dürfen auch in den nächsten Jahren nicht nachlassen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern hierbei jeweils auch eine konsequente energetische Sanierung. Das tut dem Klima gut und entlastet auch nachhaltig den städtischen Haushalt. Auch müssen die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler konsequent in die Prozesse einbezogen werden. Dies schafft Mitverantwortlichkeit und Identifikation und verringert die Schäden durch Vandalismus.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein, die Qualität der Kindertagesstätten und Schulen wieder mehr in den Mittelpunkt der Diskussionen zu rücken. Gute Bildung und Betreuung beginnt für uns mit gut ausgebildetem Fachpersonal. Wir wollen uns daher für Personalressourcen im Jugendamt einsetzen, um Praxisberatung und Qualitätsentwicklung in den Kitas zu gewährleisten. Auch fordern wir die Überarbeitung der Refinanzierungsrichtlinie zugunsten der Kitas. Die Kosten für die Qualifizierung des Personals sind ein Beispiel, welche in die Refinanzierungsrichtlinie neu aufgenommen werden sollte.

Des Weiteren halten wir Altersteilzeitlösungen zugunsten der Einstellung von jüngerem Personal für nötig, um der tendenziellen Überalterung in den Kindergärten und Horts unserer Stadt entgegenzuwirken.

Gute Bildung und Betreuung ist nur gemeinsam mit den Eltern möglich. Daher fordern wir die Träger und Kollegien auf, Weiterbildungen in Elternarbeit und Freiwilligenmanagement anzubieten, und enge Erziehungspartnerschaften zwischen Einrichtungen und Familien anzustreben.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN halten Familienbildung und Familienstärkung in den kommenden Jahren für eine der wichtigsten gesellschaftlichen und somit auch kommunalen Herausforderungen. Wir wollen uns daher für die kommunale Förderung der beiden bestehenden Eltern-Kind-Zentren nach Auslaufen der dreijährigen Modellfinanzierung des Landes einsetzen. Auch das Mehrgenerationenhaus muss von Seiten der Stadt in seiner Arbeit gepflegt und unterstützt werden. Wir halten ausgebildete ElternberaterInnen in den Kitas für den richtigen Ansatz, um den Familien niedrigschwellige Angebote zu unterbreiten und Ansprechpartner zu sein. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern ein städtisches Konzept zur Förderung der Familienbildung, welches unter anderem beinhaltet, dass sich Kitas zu Begegnungs- und Beratungszentren entwickeln, und diese wiederum ein städtisches Netzwerk bilden. Selbstverständlich muss das mit den entsprechenden Ressourcen im Jugend- und Sozialamt einhergehen.

Wir wollen die Kita-Träger und Kollegien unserer Stadt ermutigen, die Kindern mehr Begegnungen mit unseren Nachbarn und deren Sprache zu ermöglichen. Ob durch polnische Partnereinrichtungen, der Einstellung von polnischem Fachpersonal oder der Aufnahme von polnischen Kindern – es gibt viele Möglichkeiten, unseren Kindern den frühen Kontakt zu unseren Nachbarn zu ermöglichen.

Bedürftige Familien haben Anspruch auf Erstattung des Eigenanteils für den Erwerb von Schulbüchern und auf Ermäßigung bei der Schülerbeförderung. Unsere Stadtverwaltung bietet niedrigschwellige Möglichkeiten, dieses Recht in Anspruch zu nehmen. Wir setzen uns daher dafür ein, in den Schulen und Kitas verstärkt Aufklärungsarbeit zu leisten, um die Familien zu ermutigen, Ihr Recht in Anspruch zu nehmen.

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